VHS Herne Grundlagen Linux I/99 5 Abende , 20 UE, 18.30 - 21.45 Uhr Teilnehmer: am Anfang 17, hat sich dann auf 10 eingepegelt 1. Block (29.4.) ================ Teilnehmer stellen sich vor, indem sie den Fragebogen ausfüllen, Kursleiter stellt sich vor. Vorteile von Linux Geschichte von UNIX, GNU und Linux Distributionen Informationsquellen vmware-Website besucht Installation von Suse 6.0 und 6.1 auf 5 Rechnern. 2. Block (6.5.) ================ An einem Rechner, der der nur 2 FAT-Partitionen und sonst keinen freien Platz hat wird die Installation von Suse 5.3(die letzte Version mit der das noch geht) von DOS/w95 aus (LOADLIN) in eine fat-Partition gezeigt - die Installation brach kurz vor Schluss ab, da das gewälte Laufwerk D: nicht genügend Platz hatte. Lilo, kernel, Maus wurden auf den Rechnern installiert, wo es letztes Mal nicht gemacht wurde. Bei einem Rechner wurde per BootDisk & Live-Filesystem-CD das Root-Passwort gelöscht, weil letztes Mal eines vergeben wurde, aber keiner es mehr kannte. X-Window-Konfiguration: sax oder XF86Setup oder xf86config Konfig-Datei: /etc/XF86Config Starten von X-Window: X -wenig hilfreich, nur um zu zeigen wie X ohne Windowmanager aussíeht startx -startet X und KDE für den Benutzer, der es eintippt startx fvwm2 -startet X und den fvwm2-Windowmanager KDE & X beenden: Menüpunkt "Abmelden"/"Logout" X killen: Control-Alt-Backspace In KDE die Sparche einstellen: Programm kcontrol, Menu:Desktop->Language Hin- und Herschalten zwischen Textconsolen und X-Window: Control-Alt-F1 bis Control-Alt-F6 -Textconsolen Control-Alt-F7 -X-Window("graphische Konsole") graphisches Login mit xdm oder kdm: nur root darf xdm/kdm starten, nur wenn gerade kein X läuft xdm/kdm kommt nach beenden von KDE immer wieder - xdm/kdm killen, indem man auf eine Textkonsole wechselt: killall kdm oder mit ps aux | less die Prozess-Nummer(PID=Process-ID) von dem Prozess ermitteln, den man killen will und dann kill brutales killen: killall -9 kdm kill -9 Textconsole in einem X-Fenster: xterm(gibts überall) oder kvt(gehört zu KDE) oder konsole(ab KDE 1.1) mc = Midnight-Commander, wie Norton-Commander unter DOS kfm = der KDE Filemanager, wie Explorer unter w95 ------------------------------------------------------------------------------ (13.5. Feiertag) ------------------------------------------------------------------------------ 3. Block (20.5.) ================ Yast: Login beim Rechnerstart: ASCII(Text) oder Graphisch(XDM oder KDM) Netzwerkkarte einrichten, IP-Adresse, default-Gateway, Nameserver(DNS) Rechnernamen ändern Netzwerk-Dienste(inetd, ftpd, telnet, rpc-portmapper für NFS...) starten Benutzer anlegen Beuntzer in Gruppe "dialout" eintragen Software Paket "ppp" von einer per NFS freigegebenen CD installiert aktivieren der Änderungen durch: init 1 - in den Runlevel 1 wechseln(kein Netzwerk) (kurz warten) init 2 - zurück in den Runlevel 2 (Netzwerk-Devices,-Dienste werden dabei gestartet) UNIX/Linux Netzwerk-Kommandos: ifconfig route ping localhost ping traceroute telnet gutes Telnet für Win3.11/9x/NT: dtelnet ( http://www.dccs.com.au/~dave/dtelnet.html ) einfacher News-Server: leafnode KDE/X-Window: WWW-Surfen mit Netscape oder kfm(Filemanager des KDE) kfm: http://localhost lokaler WWW-Server(apache) file:/usr/doc lokale Online-Dokumentation kedit - einfacher Editor xman - in man-pages blättern kvt(KDE 1.0) oder konsole(KDE 1.1) oder xterm(X-Window) ,je nach Geschmack -Textkonsole in einem Fenster Internet-Verbindung per Modem: 1.) Verweis /dev/modem (z.B. mit yast) auf die richtige serielle Schnittstelle zeigen lassen 2.) Benutzer in die Gruppe dialout aufnehmen 3.) ppp-Softwarepaket installieren 4.) eine leere /etc/ppp/options Datei anlegen: cd /etc/ppp mv options options.orig touch options 5.) In "kppp"(KDE) Provider-Einstellungen vornehmen pppd Argumente: -detach noipdefault defaultroute debug 6.) falls es nicht klappt: Einträge in /var/log/messages beobachten: tail -f /var/log/messages 7.) nach erfolgreichem Verbindungsaufbau sieht man mit ifconfig das Network-Device "ppp0" --- mount was ist gerade gemountet ? mount /dev/cdrom /cdrom CD-ROM mounten umount /cdrom mount 192.168.0.41:/cdrom /mnt Verzeichnis "/cdrom" des NFS-Server unter /mnt mounten umount /mnt (yast mountet selber!) Verzeichnis per NFS freigeben: Eintrag in /etc/exports /sbin/init.d/nfsserver restart oder init 1 und init 2 (siehe oben) grundlegende UNIX/Linux-Kommandos: ls kurz & knapp, mehrspaltig ls -l l=long=ausführlich ls -la a=alles zeigen, auch versteckte Dateien, deren Name mit "." beginnt ls -ltr ausführlich,t=time=nach Zeit sortiert,r=sortierreihenfolge rückwärts cd <-zurück in mein home-Verzeichnis cd .. <-relativer Pfad, eine Ebene nach oben cd - cd /var/log <-absoluter Pfad cd unterverzeichnis <-relativer Pfad pwd <-in welchem Verz. bin ich gerade ? touch mkdir rm rm -r root werden mit "su" ------------------------------------------- 4. Block (27.5.) ======== Wiederholung der Themen vom letzten Mal dazu: DNS Namensauflösung per Nameserver siehe: /etc/resolv.conf /etc/host.conf Mounten von FAT/vfat(DOS,w3.11,w95...) - Partitionen Alle Dateien auf DOS-Partitionen haben die Rechte standardmässig 755= rwxr-xr-x da das DOS-Filesystem keine UNIX-Rechte kennt /etc/fstab: ----------------- ... /dev/hdc /cdrom iso9660 ro,noauto,user 0 0 /dev/fd0 /floppy auto noauto,user 0 0 ... ----------------- Dateien ausführen, auch wenn sie kein x-bit gesetzt haben: . datei KDE: mounten von floppy oder cdrom per Mausklick ISA-"Plug&Play" Karten(z.B. Soundkarte, ISDN-Karte) pnpdump > /etc/isapnp.conf in der /etc/isapnp.conf - Datei an den richtigen Stellen das Komentarzeichen # entfernen nach reboot sind dann die ISA-PnP Karten nutzbar. siehe Handbuch! Drucker installieren mit yast welches ghostscript-modul passt zu meinem Drucker? siehe Handbuch oder http://cdb.suse.de/cdb/D/ erster Parallelport: bis suse 6.0 /dev/lp1 ab suse 6.1 /dev/lp0 Device testen: cat textdatei > /dev/lp1 apsfilter erstellt z.B. 4 Druckerwarteschlangen(print-queues): ascii,color,mono,raw siehe /etc/printcap und /etc/apsfilterrc /etc/apsfilterrc. drucken mit lpr lpr lpr -P queues beobachten: lpc status lpq Jobs aus einer queue entfernen: lprm -------------------------------------------- 3.6. Feiertag -------------------------------------------- 5. und letzter Block (10.6.) ============================ Soundtreiber OSS (Serie pay), Runlevels,Startscripte ----------------------------------------------------- OSS besteht aus Kernelmodulen, muss also zur laufenden Kernel-Version passen. Nach der Installation mit yast findet man unter /tmp/osslinux- das Programm "oss-install" - dieses als root starten: cd /tmp/osslinux-3.8.1z ./oss-install das oss-Sytem installiert man dann zB in /lib/oss automatisch wird dann /lib/oss/soundconf gestartet es findet meisst automatisch die Soundkarte (auch PnP ohne isapnp zu benutzen) ansonsten: aus Liste auswahlen und IRQ, IO,DMA angeben. oss-Soundtreiber wird aktiviert duch: /lib/oss/soundon deaktiviert duch: /lib/oss/soundoff Damit bei jedem Rechnerstart Sound sofort zur verfügung steht, basteln wir uns ein Startscript: /sbin/init.d/skeleton nach /sbin/init.d/sound kopieren.... cd /sbin/init.d cp skeleton sound und /sbin/init.d/sound seinen Bedüfnissen anpassen, zB "klassisch",d.h.ohne Suse's /etc/rc.config: ---------------------------------------------- #! /bin/sh # bttv, ssh, sound und vtx start & stop # # Author: Martin Herweg 12/97 , 2/98 case "$1" in start) echo -n "starting sshd (MH)" sshd echo " Done." echo "starting sound for 2.2.5 (MH)" /lib/oss/soundon # Lautstärke einstellen(aumix muss installiert sein) /usr/bin/aumix -w 10 -m 0 -1 0 -2 0 -3 0 # eine .au-Sounddatei abspielen cat /home/mherweg/Hello.au > /dev/audio ;; stop) /lib/oss/soundoff ;; esac #----------------------------------------------------------- wenn man in hingegen in seinem /sbin/init.d/sound Skript START_SOUND abfragt, dann muss man es auch in /etc/rc.config 'reinschreiben : START_SOUND="yes" nun den symbolischen Link(Verweis,Werknüpfung) im gewünschten Runlevel-Verzeichnis nicht vergessen, z.B. für Start in Runlevel 3: cd /sbin/init.d/rc3.d/ ln -s ../sound S20sound Runlevels: 0 halt 1 kein Netzwerk 2 Netzwerk, Text - login 3 Netzwerk, graphisches login 4,5 user defined 6 reboot aktuellen Runlevel anzeigen mit runlevel Runlevel wechseln mit init z.B: init 1 (Netzwerkdienste stoppen, besser nicht unter KDE/X-Win machen) (warten, return drücken) init 2 (Netzwerkdienste wieder starten) (warten, return drücken) /sbin/init.d/ : Verzeichnis für Runlevels , start & stop-scripte (auf manchen anderen UNIXen : /etc/init.d/ ) cd /sbin/init.d/ ./smb stop ./smb start Systemmeldungen beobachten: tail -f /var/log/messages Dateien übers Netzwerk kopieren ------------------------------- es gibt viele Möglichkeiten... 2 davon(NFS & ftp) habe ich gezeigt a) NFS(Network File System) - siehe oben, 3.Block das entfernte Verzeichnis wird gemounted und kann benutzt werden wie ein Lokales. b) ftp (file transfer protocol) ftp-Server: Auf einem Linux-Rechner , wo inetd gestrtet wurde, läuft normalerweise auch ein ftp-Server(-Daemon) siehe /etc/inetd.conf -------------------------- ... ftp stream tcp nowait root /usr/sbin/tcpd wu.ftpd -a ... -------------------------- (hier wird also der wu.ftpd benutzt) Client: es gibt viele ftp-Clients für Linux(ftp, xftp ...) aber auch für Windows(ftp, ws-ftp...), Ich habe gezeigt, dass man auch den KDE-Dateimanager als ftp-Client beutzen kann: als URL gibt man ein: ftp://username@servername oder ftp://username@ip_nummer_des_servers nun kann man, nach Passworteingabe, zwischen diesem ftp-Fenster und einem anderen kfm-Fenster Dateien hin- und herkopieren. c) rcp (remote-copy) d) tftp (trivial-ftp) e) uucp (Unix to Unix Copy) xyz) es gibt bestimmt noch ein paar exotische Möglichkeiten um Dateien ubers Netz zu kopieren --- kostenloser X-Server für Win9x/NT: "MIX" (1.Suse CD, dosutils/ ) Kernel-Module ------------- aktuell geladene Module anzeigen: lsmod ein Modul manuell landen mit modprobe oder insmod ein Modul wieder entfernen("entladen") rmmod Module werden automatisch bei Bedarf geladen, entsprechend den Eintragungen in /etc/conf.modules SAMBA ----- samba-Paket installieren, in /etc/rc.config START_SMB="yes" eintragen /etc/smb.conf anpassen, mindestens: -------------------------------------- [global] workgroup = arbeitsgruppe interfaces = 192.168.1.1/255.255.255.0 ... -------------------------------------- Integrität von /etc/smb.conf testen: testparm smbd und nmbd per Startscript starten: cd /sbin/init.d/ ./smb start Der NT-Client soll seine Passworte nicht verschlüsseln, weil wir keine smb-Password-Datei erzeugt haben. Es muß also der Registry Eintrag EnablePlainTextPassword:REG_DWORD=1 auf dem NT Client unter HKEY_LOCAL_MACHINE\system\CurrentControlSet\Services\rdr\parameters\ einfügt werden. (Quelle: /usr/doc/sdb/de/html/samba_ntsp3.html ) IP-Masquerading - ein lokales Netz per Linux-Rechner mit dem Internet verbinden --------------- Paket "firewall" installieren. In /etc/rc.config Einstellungen machen: ------------------------------- ... # erstmal kein Firewall FW_START="no" ... ... MSQ_START="yes" # mein lokales Netz: MSQ_NETWORKS="192.168.1.0/255.255.255.0" # das Network-Device mit Zugang zum Internet(Modem=ppp0 ISDN=ippp0 ) MSQ_DEV="ppp0" # ein paar Module für spezielle Internet-Dienste, # die ausser http/WWW funktionieren sollen: MSQ_MODULES="ip_masq_cuseeme ip_masq_ftp ip_masq_irc ip_masq_quake ip_masq_raudio ip_masq_vdolive" ... ----------------------------------- per Startscript starten: /sbin/init.d/masquerade start Vorsicht bei ISDN - autodial !!! Die Leitung wird automatisch aufgebaut, sobald IRGENDEIN Rechner im Lokalen Netz eine externe Adresse erreichen will. (Telefonkosten!!!) Auf den Clients(egal ob Linux , Windows oder sonstwas, hauptsache TCP/IP) muss nur die IP-Adresse des Linux-Masquerading-Recher als Default(Standard)-Gateway eingetragen werden. VNC --- ...Es sind Viewer und Server für Linux,Windows und sogar in Java(-Applet) verfügbar, die es z.B ermöglichen, einen Windows-Rechner über ein X-Fenster fern-zu-bedienen. Die Windows Programme findet ihr unter /dosutils/vnc auf der 1. CD. (um es auzupacken braucht ihr entweder einen Linux-Rechner: cd /dos/temp tar xvfz vnc-3.3.2_x86_win32.tgz oder das Win-Tool "untgz"; /dosutils/untgz auf der 1. CD ) Die Linux Programme sind auf der 3.CD Serie xap "vnc" ----------------------------------------------------------------------------- ENDE ----------------------------------------------------------------------------- Ankündgungen neuer Kurse findet ihr hier: http://www.nel.de/mherweg/linux_vhs.html Weiterhin viel Spass mit freier Software wünscht euch.... Martin Herweg mherweg@nel.de